Wie heizte ich, wie dick ist der Bus isoliert

Nachdem ich sehr oft darauf angesprochen wurde wie ich denn den Bus heizte und wie dick der Bus denn isoliert sei, hier die Antwort. Als ich den Bus mit Hilfe vieler fleißiger Hände umbaute war das Ziel, mehrere Monate im Bus zu Wohnen noch nicht definiert. Hauptsächlich wurde der Bus pragmatisch auf Mai-Sptember-Reisen ausgelegt, sprich mehr als eine Schicht 19mm Armaflex sind weder in der Decke, noch in der Wand verbaut. Die Trennwand zur Fahrerkabine hat gar keine Isolierung, und die Seitentüre und Heckklappe wurden mit Resten des Armaflex, so gut wie eben zugänglich, verkleidet. Der Boden ist durch ein Fleece, eine Siebdruckblatte und den darauflegenden Teppich isoliert. Insgesamt kann man die Isolierung, zumindest für Wintermonate, als spärlich bezeichnen.

Der Bus wird nicht im ursprünglichen Sinn geheizt, da keine Standheizung verbaut ist. Falls ich Wärme benötige erhitze ich Wasser für Tee, stelle meine heiße Porzellankanne (mit Deckel wegen Wasserdampf) in den Bus, diese gibt Wärme ab und ich genieße den Tee dann eben kalt. Bei Nacht habe ich 2 Wärmflaschen zur Verfügung die im Schlafsack wärmen und im äußersten Notfall schließe ich kurzzeitig meinen Reiseföhn an den Spannungswandler an, der ebenfalls verlässlich Wärme abgibt. Ebenfalls wirksam ist es die zwei 10L Kanister mit möglichst heißem Leitungswasser zu füllen. Diese geben dann stetig Wärme ab.

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Der Winter kommt unaufhaltsam

Mittlerweile wohne ich seit 2,5 Monaten im Bus. Die Temperaturen fallen stetig und der erste Schnee ist auch schon auf den Bus gefallen. Ans Aufgaben denke ich aber lange noch nicht…

Viele Menschen sprechen mich auf die Kälte bei Nacht und meinen Umgang mit dieser an. In meinen Augen ist die größere Herausforderung aber die Feuchtigkeit, die sich vor allem durch den Atem bei Nacht im Bus sammelt. Hier funktioniert immer noch am besten das Stoßlüften und abgesehen vom Schlafen möglichst wenig Zeit im Bus zu verbringen. Täglich wende ich meine Matratze, da diese vor allem an der Unterseite feucht wird. Gelegentlich schließe ich meinen kleinen Reise-Haarfön (800W) an den Spannungswandler an und föhne die Matratze etwas trocken. Meinen Schlafsack trockne ich täglich durch ausschütteln und ausbreiten im Bus.

In der Regel fahre ich spätestens jedes 2. Wochenende in die Heimat oder zu meiner Freundin um in einer beheizen Wohnung die Matratze und den Schlafsack komplett austrocknen zu lassen. Dies bewirkt Wunder. Selbst geringe Feuchtigkeit vermindert die Wärmeleistung immens.

Mit der Kälte komme ich noch recht gut zurecht. Erst Anfang Dezember habe ich auf den dicken Winter-Schlafsack gewechselt. Zuvor war der wesentlich dünnere Sommer-Schlafsack und 2 Fleecedecken meine erste Wahl. Als sehr wärmend und hilfreich haben sich Wärmflaschen herausgestellt. Von diesen habe ich seit Mitte November immer zwei Stück im Schlafsack und friere seltenste. Die Wärmflaschen fülle ich Abends immer komplett mit fast kochendem Wasser. Bei kompletter Füllung mit heißem Wasser ist das Oberflächen-Volumen-Verhältnis am geringsten und die Wärmflasche bleiben somit möglichst lange warm. Im Bett in einer Wohnung werden Wärmflaschen oft nur für eine anfängliche Wärme genutzt, im Bus sollte die Wärme aber möglichst lange abgegeben werden. Dies ist bedingt, da sich der Bus über Nacht zusätzlich noch ein gutes Stück auskühlt und die Umgebungstemperaturen wesentlich geringer sind. Die Wärmflasche sollte als zusätzliche möglichst langanhaltende Wärmequelle gesehen werden, und nicht nur um kurzfristig das Bett vorzuwärmen.

Wie viel Zeit verbringe ich im Bus?

IMG_0466Viele von euch fragen sich sicher: Kann man im dem Bus denn überhaupt „anständig leben bzw. wohnen“? Hier einen kleinen Einblick in meinen Alltag mit Bus:

Zwei Tage die Woche arbeite ich an meinem Start-Up in den Räumlichkeiten der Hochschule. Die verbleibenden drei Tage der Arbeitswoche bin ich in der Regel an der Hochschule mit Projekten, Vorlesungen oder Übungen eingespannt. Sowohl das Start-Up, als auch das Studium füllen somit meine Wochentage.

Ein durchschnittlicher Tag beginnt mit dem Aufstehen vor dem allgemeinen Vorlesungsbeginn um 8:00 Uhr. Ich verlasse dann schon früh den Bus.

Die sanitären Einrichtungen der Hochschule sind um diese Zeit nahezu gar nicht in Betrieb und ich kann mich in Ruhe für den Tag fertigmachen. Danach beginnt entweder die Arbeit oder das Studium. Alternativ gehe ich zuvor noch ins Fitnessstudio zum duschen, falls ich das am Abend zuvor nicht geschafft habe. Ich habe mir einen Wasserkocher zugelegt und erhitze mir während des Zähneputzens über die 230V Steckdose neben dem Waschbecken Wasser, um den Frühstücks-Tee zu brühen. Dies hat sich als wesentlich praktischer als über den Gaskocher herausgestellt. Im Anschluss gibt es im, oder am Bus – je nach Witterung – noch Frühstück.

Jetzt verlasse ich den Bus und komme während des Tages meist nur zum Bücher wechseln oder Stoßlüften zurück. Mittags gönne ich mir in der Regel eine warme Mahlzeit. Das Angebot in der Mensa, beim Döner, in der Pizzeria oder der Mittagstisch in anderen Restaurants ist für wenige Taler super. Nach dem Mittag geht’s es in der Regel mit Lernen, Arbeiten, Freunde treffen, Abendessen einkaufen oder Blog-Schrieben weiter. Nachmittags/Abends komme ich meist nochmal an den Bus zurück und brühe mir einen Tee oder Kaffee und mache Brotzeit.

Ich bin ein sehr geselliger Mensch und verbringe meine Abende dann, bei Freunden zum Kochen, bin zum Fußball Schauen in der Kneipe, treffe Freunde in der Stadt, heiße sie bei mir im Klappstuhl vor dem Bus willkommen oder gehe einfach eine Runde ins Fitnessstudio und in die Sauna.

Wie ihr seht, nutze ich den Bus vor allem zum Schlafen, um mein Zeug beisammen zu haben und um kleine Mahlzeiten zu mir zu nehmen. Ich möchte aber gerne in Zukunft auch das Kochen am Bus wieder häufiger ausprobieren – das ist etwas, was ich vielleicht am meisten vermisse: entspannt kochen zu können.

An den Wochenenden fahre ich in der Regel mit dem Bus weg, schlafe und lebe dann genau so im Bus, oder eben in der Heimat, wo ich dann in meinem „Standard-Zimmer“ wohne.

Die Temperaturen fallen, wie halte ich mich warm?

Es ist Ende Oktober, langsam fallen die Temperaturen. Bis jetzt ist es im Bus
immer noch ausreichend warm. Bei Nacht schlafe ich immer noch in
meinem Sommer-Schlafsack. Präventiv habe ich zwar noch 2 Fleecedecken
dabei. Der Bedarf, diese zu benutzen, war bisher aber noch nicht da.
Das Thermometer im Bus ist die letzte Zeit noch nicht unter 12°C gefallen.

IMG_1298Als Schlafanzug dient mir ein Onesie, das ist ein einteiliger
Ganzkörperanzug (Overall) mit Kapuze. Der Vorteil eines Onesies ist es, dass er
wie ein zweiter Schlafsack funktioniert. Durch die geschlossene
„Bauart“ – im Vergleich zu einem 2-Teiler – hält er die Wärme besonders
gut im Anzug. Keine warme Luft kann beispielsweise am Übergang
zwischen Oberteil und Unterteil verloren gehen. Des Weiteren gibt eine
Kapuze besonders warm, da über den Kopf sonst sehr viel Wärme verloren
geht.

Da der Winter erst noch kommt habe ich auch noch Steigerungsmaterial
in der Hinterhand. Einen zweiten, viel wärmeren Winter-Schlafsack habe
ich noch zur Verfügung. Außerdem kann ich mich zusätzlich noch mit
den Fleecedecken zudecken und eine Wärmflasche mit heißem Wasser
füllen und in den Schlafsack legen. Den Effekt der heißen Wärmflasche
vermute ich stärksten.

Das Wasser kann ich, wie momentan schon mein Teewasser, über meinem
Gasherd erhitzen. Täglich brühe ich mir mind. eine Kanne Tee auf und
bereite mir mit Hilfe einer French-Press täglich frischen Kaffee zu. Bei kalten
Temperaturen ist auch so ein Heißgetränk eine wunderbare innere Heizung.

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In meinem Bachelor habe ich ein Semester in Spanien studiert. Im Sommer war es wunderbar heiß, und auch im Herbst war es noch warm. Im Dezember wurde es dann auch im Spanien etwas frisch. Die Temperaturen waren im Vergleich zu Deutschland zwar immer noch wärmer; meine WG (wie fast alle anderen auch) war aber so schlecht isoliert, dass es im Haus gefühlt viel kälter war, als in jedem deutschen Haus zur gleichen Jahreszeit. Da ich keine Wärmflasche zur Verfügung hatte, füllte ich mir ein paar leere PET Flaschen mit erhitztem Wasser. Ich verschloss diese sicher und der Effekt einer Wärmflasche war genauso da. Hier muss beachtet werden, dass das Wasser eben nicht zu heiß ist, da PET Flaschen für diesen Zweck ursprünglich nicht ausgelegt sind.
Falls es im Bus ganz kalt werden sollte, kann ich wieder auf diesen Trick zurückgreifen. Beim Vorbereiten der PET-Wärmflasche gilt: Im Zweifel das Wasser weniger als mehr erhitzen.

 

Ziel ist Inspiration

IMG_1192Vor wenigen Tagen stand ich bei Sonnenschein mal wieder vor dem Bus und lüftete diesen. Wie ich so die letzten Herbst-Sonnenstrahlen genieße, wurde ich zum ersten Mal direkt auf den Bus angesprochen. Eine Architektur-Studentin (Sophia, wie sich später herausstellen sollte) fuhr mit ihrem Radel am Bus vorbei, drehte wenige Meter später um und fragte mich direkt, ob ich denn hier wohnen würde. Ich freute mich sehr, war aber auch etwas überrascht und antwortete ihr: „Im Moment schon“. Dies war die ersten Tage immer meine Standard-Antwort wenn mich Kommilitonen fragte, wo ich denn wohnen würde, und dann meine Antwort „im Bus“ war. Ich wollt den Eindruck wecken, dass es etwas vorübergehendes ist, da ich schwer abschätzen konnte, wie mein Gegenüber dieses Experiment einstufte, wenn ich sofort von meinem kompletten Plan erzähle. Wurde ich als verrückter Hippie, mittelloser Student, komischer Mensch eingestuft, oder einfach als jemand der eine neue Erfahrung machen will? Als jemand, der es sich und anderen Bewiesen will, dass ein Studium (zumindest zwei Semester, auch über den Winter) im Bus möglich ist.

Wie dieses Mädel mein Campen direkt am Campus einstufen würde, konnte ich ebenfalls schwer einschätzen. Sie war aber total begeistert von meiner Idee und erzählte mir, dass ihr roter Bus nur wenige Parkplätze weiter steht. Schnell war das Eis gebrochen, und meine Unsicherheit schien unbegründet. Sie erzählte mir von ihren (Ausbau-)Plänen mit ihrem Bus, den Sie erst wenige Wochen besitzt. Eine Weile fachsimpelten wir über den Busausbau meines Renault Trafic und ich gab Ihr Einblick in meinen Ausbau. Aus diesem Gespräch sollten sich noch mehrere Gespräche ergeben. Ich konnte ihr einige Anregungen zum Busausbau geben und wollte sie bestmöglich von meiner Erfahrung profitieren lassen. Ihr Plan ist es, in zwei Monaten für die Dauer eines Auslandsemesters in Schottland, mit ihrem Hund in ihrem selbst ausgebauten Fiat Ducato Maxi zu wohnen.

Im Gespräch stellte sich heraus, dass ich angeblich schon von mehreren Personen gesehen worden bin. Sie war, abgesehen von meinen Kommilitonen, jedoch die Erste, die sich getraut hat, mich anzusprechen. Meine immer leicht gekippte Dachluke muss mich wohl verraten haben. Vermutlich haben mich zusätzlich noch mehrere Personen beim Ein- und Aussteigen gesehen.

Bisher bin ich mit meiner Geschichte nur auf offene und zu begeisternde Menschen gestoßen. Meine Anfängliche Verlegenheit und der Wille, keinen verrückten ersten Eindruck zu hinterlassen, schien etwas übervorsichtig. Andererseits gibt es immer nur eine Chance für den ersten Eindruck und ich wollte einfach vermeiden, schnell abgestempelt zu werden.

Körperhygiene

Nachdem mich einige Personen schon darauf angesprochen, habe wie ich es mit duschen etc. mache, hier die Antwort:

In meinen vorherigen Urlauben mit meiner Freundin haben wir fast immer Campingplätze gemieden. Erstens, da Campingplätze einen Kostenfaktor darstellen. Wichtigerer Grund für uns war aber der Wille, weg von vielen Menschen, in der Natur an exklusiven Orten unser Nachtlager aufzustellen. Des Weiteren stehen wir in der Regel immer nur eine Nacht an unserem Schlafplatz. Meistens kommen wir spät Abends an unserem Schlafplatz an, kochen uns noch eine Kleinigkeit und gehen in der Früh wieder weiter. Somit trauen wir uns auch an Orten zu parken/schlafen, an denen wir bei Tageslicht stören würden. z.B. in den Weinbergen direkt an den Weinreben,

Um uns aber trotzdem täglich, oder zumindest jeden zweiten Tag, duschen zu können, sind wir auf die Duschen in Hallenbäder, Freibäder, Sporthallen, Fitnessstudios, Autobahnraststätten angewiesen. In Deutschland und Zentraleuropa ist die Dichte der o.g. Duschmöglichkeiten so hoch, dass das Duschen überhaupt kein Problem darstellt. Schwierig war es für uns nur ein Mal, als wir mit dem Bus im äußersten Norden Schottlands waren, und für die Dauer von mehreren Tagen keines der o.g. zur Verfügung stand. Auf all unseren Reisen wurden wir bei der Frage nach einer Dusche nie abgewiesen. Uns wurde teilweise und vom Reinigungspersonal außerhalb der Öffnungszeiten eine Dusche gewährt. Manche Hallenbäder und Sporthallen waren unserer Erfahrung nach sogar auf Menschen wie uns vorbereitet. Dort gab es, für wenige Euro, neben den Großraumduschen, wie man Sie aus Hallenbädern kennt, auch Einzel-Duschen. Oft haben wir aber auch die Erfahrung gemacht, dass unsere Bitte nach einer Dusche, unsere Geschichte der Reise und unser Reisestil so begeistert haben, dass wir kostenlos duschen durften.

Nachdem ich aber jetzt vorhabe, für einen längeren Zeitraum, also für die Dauer meines Master-Studiums, an einem festen Ort zu wohnen, habe ich mir eine Fitness-Studio-Mitgliedschaft zugelegt. Zusätzlich gehe ich auch etwa 1x pro Woche ins örtliche Hallenbad. Sowohl im Fitness-Studio als auch im Schwimmbad kann ich ohne Probleme duschen. Sport hätte ich wohl ohnehin betrieben, vielleicht jedoch nicht täglich. Jetzt gehe ich täglich, manchmal mit Sport, manchmal mit Sauna verbunden ins Fitnessstudio zu Duschen.

Da duschen aber nicht meine komplette Körperhygiene darstellt, habe ich auch für Toilettengänge und das Zähne-Putzen eine Lösung gefunden. Hier spielt mir die gute Lage meines Parkplatzes in die Karten. Da ich direkt am Campus-Gelände parke, kann ich die langen Öffnungszeiten der Gebäude auf dem Campus nutzen. Hier gehe ich jeden Morgen in der Früh auf das Herren WC (was wahnsinnig edel und neu ist) um mich dort zu waschen und meine Zähne zu putzen. Vor Vorlesungsbeginn ist dort in der Regel auch wenig Umtrieb. Das selbe Spiel gibt es für mich dann Abends vor dem Zu-Bett-Gehen.

Spät Abends versuche ich dann ab 20:00Uhr weniger zu trinken, um in der Nacht nur im Notfall meine „Wohnung“ verlassen zu müssen.

Bei warmen Temperaturen ohne Strom und Gas kühlen

IMG_1299Da ich mit dem Bus auf keinem Campingplatz stehe habe ich folglich auch keine 230V Strom-Anbindung. Aus Kostengründen habe ich mir jedoch nur eine günstige Kühlbox mit 230V /12V Anschluss zugelegt (der Kauf fand statt, bevor ich mich dazu entschlossen habe zwei Semester im Bus zu wohnen). Da (noch) keine Solarmodule auf dem Bus montiert ist, ist es kein schweres, die Zweitbatterie im Laderaum innerhalb kürzester Zeit mit der Kühlleistung der Kühlbox „leerzuziehen“. Dies ist zum einen für die Batterielebensdauer nachteilig, zum anderen funktioniert bei leerer Batterie auch kein Licht mehr im Bus, auf welches ich sehr angewiesen bin.

Da ich nur die sehr begrenzte Kapazität (80Ah) der Batterie zur Verfügung habe und die Umgebungstemperaturen im Oktober noch recht mild sind, muss ich feststellen, dass es zu warm ist um Lebensmittel z.B. im Freien unter dem Bus zu kühlen.

Aber Not macht erfinderisch: Um meine Vorräte zu kühlen, habe ich mir eine simple, aber sehr wirkungsvolle Methode ausgedacht. Da der nächste ALDI unweit von meiner Wohnung liegt gehe ich erstens einfach täglich dort einkaufen um den zu kühlenden Vorrat klein zu halten. Zusätzlich kaufe ich jeden Tag bei ALDI eine Packung gefrorene Früchte für 2,29€ (Kirschen, Erdbeeren, Himbeeren, …) und einen 500ml Becher Joghurt.

Die Früchte tauen über einen Zeitraum von etwa 24h auf und geben hierbei genügend Kälte ab, um den kompletten Inhalt der Kühlbox zu kühlen. Somit habe ich jeden Morgen ein leckeres, gesundes Frühstück, Beeren aus Beeren mit Joghurt und Haferflocken.

Jedes zweite Wochenende, wenn ich für zwei Tag zu meinen Eltern oder zu meiner Freundin fahre, verstärke ich diesen Effekt indem ich zusätzlich noch ein bis zwei 1,5L PET Wasserflaschen einfriere und diese dann in die Kühlbox packe. Diese ein bis 2 Flaschen stellen für locker zwei Tage genügend Kühlleistung bereit, damit ich mir auch mal ein anderes Frühstück gönnen kann. 🙂

Studienbeginn

IMG_1288Die erste Nacht in meiner gewohnten Behausung, aber an meinem neuen Standort war nur sehr eingeschränkt erholsam. Zwar war die Nacht trocken, aber die Straßenlaterne auf der gegenüberliegenden Straßenseite erhellte die ganze Nacht mein „Schlafzimmer“.  Noch viel ungewohnter waren aber die dumpfen Schläge, das Heulen des Windes und das ständige Geraschel im Laub. Diese Geräusche konnte ich überhaupt nicht deuten, weswegen ich regelmäßig aus dem Fenster „luagte“, aber nichts erkennen konnte.

Am nächsten Morgen beim Aussteigen war mir dann schnell klar, was in der Nacht, über meinem Kopf und um mich herum passiert war. In der Dunkelheit habe ich unter einem Eichenbaum geparkt und der aufkommende Wind hat kleine Äste und Eicheln vom Baum geschüttelt. Alle, welche auf dem Busdach gelandet waren, haben dann diese dumpfen Schläge auf dem Dach erzeugt. Die Eicheln und Äste die den Bus verfehlt haben, erzeugten beim Aufprallen das Geraschel im Laub.

In der Früh bin ich dann, viel entspannter als noch am Abend zuvor, mit meinem Zahnputzbecher, Handtuch, Zahnpasta und Zahnbürste in das nächstgelegene Campus-Gebäude gelaufen, um mich dort auf dem Herren WC für den Tag frisch zu machen. Das war sehr unkompliziert und besser als so mancher Camping-Platz. Im Gegensatz zum Tag zuvor hatte ich auch fließendes Wasser und war nicht auf meinen pragmatischen 10L Wasserkanister angewiesen.

Vor der Einführungsveranstaltung stellte ich meine Matratze (wie zukünftig jeden Tag) zum Lüften auf. Durch die Körperwärme, Atemluft und Schweiß wird die Matratze über Nacht immer etwas feucht. In einem „normalen Bett“ mit Lattenrost kann die Matratze über den Tag trocknen. Im Bus liegt die Matratze aber auf einer Holzplatte und kann ohne Aufstellen nur schwer, vor allem von unten, trocknen. Tagsüber mehrmals Stoßlüften genügt und die Nacht-Feuchtigkeit ist aus dem Bus.

Einführungsveranstaltung des Studiums war super und mindestens genau so wichtig: Das Wetter war trocken. Da es sich bei meinem Studiengang um einen Master handelt, den es zum ersten Mal überhaupt gibt, schienen alle anwesenden Professoren sehr bemüht. Der erste Eindruck war spitze. Zum Mittagessen testete ich die Mensa, und Abends war gemeinsames Abendessen mit allen Professoren. Sprich, ich musste im Bus nichts kochen, was so einiges erleichtert.

IMG_1195Jetzt geht’s wieder in die Falle…

Let the games begin

IMG_0350Wie alles begann?

Heute beginnt mein neuer Lebensabschnitt: Der Bachelor ist in der Tasche und für den Master habe ich mir eine neue Stadt, eine neue Fachrichtung und eine neue Art der Wohnung gesucht. Nach fünf Jahren WG in drei verschiedenen Städten (mal zu zweit, mal zu viert, mal zu fünft, mal zu sechst) wollte ich mal etwas Neues probieren. Ursprünglich zwar nicht ganz so „krass“, aber jede Person, die mir gesagt hatte dass ein Leben im Bus nicht funktionieren würde, gab mir einen zusätzlichen Motivationsschub.

In meiner Internetrecherche habe ich niemanden gefunden, der ein ganzes Semester oder noch länger, und vor allem über den Winter in einem selbst umgebauten Bus gewohnt hat. Hier mein Wille/Wunsch/Vorhaben: Ich will online meine Erfahrungen teilen und damit den ersten Schritt machen, um Menschen zu inspirieren und um die Hemmschwelle herabzusetzen.

Heute bin ich abends in meiner neuen Stadt angekommen es ist 22:00Uhr. Ich suche mir in der Dunkelheit einen öffentlichen Parkplatz, möglichst in der Nähe der erste Veranstaltung morgen. Es ist schon komplett duster, was die Parkplatzsuche etwas erschwert. Mein Bett ist schon gemacht. Zum Zähneputzen habe ich präventiv einen 10L Wasserkanister dabei, und ab in die Falle.